Behandlungen über Ländergrenzen hinweg

Die EU-Gesundheitskommission plant in nächster Zeit grundlegende Veränderungen am europäischen Gesundheitsmarkt. Speziell über eine Neuregelung der Kostenerstattung für im Ausland erhaltene Leistungen wird nachgedacht. Patienten, welche sich durch Ärzte in Ländern der EU stationär und ambulant behandeln lassen, müssen noch damit rechnen, die Behandlungen aus eigener Tasche zu bezahlen.

Im Wesentlichen wird mit der Liberalisierung des EU-Gesundheitsmarktes strebt die Kommission nach mehr Transparenz. Dazu sollen die einzelnen Länder verpflichtet werden, den Standard der eigenen Gesundheitsversorgung  quantitativ zu erfassen und für die Öffentlichkeit zugängig machen. Gerade in Bereichen mit langen Wartelisten und bei hohen Zuzahlungen lohnt sich oft der Gang ins Nachbarland. Diesen Schritt zu vereinfachen ist ein Grundgedanke der Reform. In welcher Höhe die Krankenkassen für Leistungen geradestehen müssen, wird an die Behandlungskosten des jeweiligen Landes angeglichen. Die Patienten zählen auf jeden Fall zu den Gewinnern der Reformpläne.

Natürlich befürchten Politik und Gesundheitsverbände gravierende Einschnitte. Aus diesem Grund werden die Reformvorschläge zu großen Teilen ablehnend behandelt. Dabei sehen Experten gerade für deutsche Kliniken besondere Chancen durch einen geöffneten Markt. Die Breite und das hohe Niveau der Behandlungen wirken als entscheidender Wettbewerbsvorteil.

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