Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs bei Kindern und Jugendlichen

Der Alkoholmissbrauch ist ein ernstzunehmendes Thema in der heutigen Gesellschaft. Jährlich greifen 750.000 Menschen in der Bundesrepublik zur Flasche, was für ca. 10% den Beginn der Sucht bedeutet. Dabei wächst die Zahl der jugendlichen Abhängigen ständig an. In der Regel sind es ältere Freunde, die den Alkohol besorgen. Aber auch in Familienkreisen, etwa bei einer Geburtstagsfeier, konsumieren Jugendliche immer wieder Alkohol. Viele Erwachsene unterschätzen die Wirkung des Ethanols auf das Nervensystem der Kinder. Schon bei 0,5 Promille kann es zu einer Alkoholvergiftung kommen. Folglich entstehen daraus bleibende Schäden die nicht rückgängig gemacht werden können. Der Alkoholmissbrauch sollte unter anderem mit dem von der Bundesregierung geplanten Präventionsgeseztes bekämpft werden. Das Gesetz zur Gesundheitsvorsorge sah ursprünglich laut Gesundheitsministerin Ulla Schmidt eine Beteiligung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung vor.

Der finanzielle Umfang sollte sich dabei auf 350 Millionen Euro belaufen. Kritiker aus den Reihen des Verbandes der PKV sahen in der gesetzlichen Einbindung der privaten Krankenkassen in das Gesetz einen Verstoß gegen die Verfassung und entwickelten eine Alternative, welche schon im Anfangsjahr ca. 10 Millionen Euro für die Vorbeugung des Alkoholmissbrauchs vorsah.

Allerdings scheint der Vorstoß aus dem Gesundheitsministerium inzwischen der Vergangenheit anzugehören, da man sich nicht auf eine Finanzierung und über die Einbindung der einzelnen Kassen einigen konnte.

Damit hat Frau Schmidt wieder ein Niederlage einstecken müssen, denn bereits in der vergangen Legislaturperiode ist ein ähnliches Gesetz gescheitert.

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