Chlamydien – Infektion und die Folgen für den Mann
Eine Infektion mit dem Bakterium Chlamydia trachomatis ist unangenehm und mitunter schmerzhaft. Die Folgen einer solchen Erkrankung können zum Teil sehr schwerwiegend sein und ist eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten der Welt. Neben den bekannten Symptomen, wie Unterleibsschmerzen und Ausfluss im Genitalbereich, tritt die Infektion bei über 70 Prozent der Fälle ohne jegliche Erscheinungen auf. In Anbetracht der Folgen ist dies alarmierend. Neben der Unfruchtbarkeit bei Frauen, kann es zur Erblindung des Patienten kommen. In den Ländern der Dritten Welt gehört eine Chlamydien – Infektion zu häufigen Ursachen für das Erblinden großer Bevölkerungsgruppen.
Das Bakterium gehört zur Gruppe der Prokaryoten und kann sich nur über die Infektion einer Wirtszelle vermehren. Hierzu dringt das Bakterium in die Zelle ein und programmiert sie derart um, dass die attackierte Zelle nur noch Komponenten für die Fortpflanzung der Bakterien. Die Wirkung auf die Fertilität von Männern wurde in den letzten Jahren zum Teil sehr kontrovers in Fachkreisen diskutiert.
Wie eine neue Studie beweist, ist der Einfluss des Bakteriums wesentlich größer als angenommen. Die spanische Untersuchung belegt, dass auch das Sperma stark geschädigt wird. Es droht sogar Unfruchtbarkeit. Das Erbgut und die Bewegungsfähigkeit werden eingeschränkt. Um die Auswirkungen abzumildern, setzt die moderne Medizin auf eine langfristige Therapie mit Antibiotika. Auf diesem Wege kann die Fruchtbarkeit wieder hergestellt werden. Aufgrund der weiten Verbreitung und dem Verlauf der Erkrankung, sollten von Zeit zu Zeit vorbeugende Untersuchungen durch den zuständigen Facharzt voranlasst werden.