Der 4. Welt – Hepatitis Tag
2003 wurde der 1. Oktober zum Welt – Hepatitis Tag erklärt. In 2 Tagen nähert sich dieses Datum zum 4. Mal. Aus diesem Anlass ein wenig mehr zum Thema.
Im Volksmund unter Gelbsucht bekannt, werden eigentlich mehrere Krankheiten unter dem Begriff zusammen gefasst. Alle haben eins gemeinsam, es handelt sich um Leberleiden. Zu den bekanntesten und gleichzeitig gefährlichsten zählt Hepatitis B. Mit mehr als 300 Millionen chronischen Erkrankungen führt HB – Virus die Spitze der viralen Leiden an. Schätzungen gehen davon aus, dass bei circa einem Drittel der Weltbevölkerung Antikörper gegen den Erreger nachgewiesen werden können. Hepatitis B zählt zu den häufigsten, dauerhaften Leberleiden und kommt als Verursacher von Leberkrebs und Leberzirrhose in Frage.
Die Vermehrung der Viren im Wirtskörper läuft über die Reverse Transkiptase ab. Dabei wird ein Teil des Erbgutes in die Wirtszelle übertragen und kann hier ruhen. Nach erfolgter Infektion ist es relativ schwer, den Erreger zu eliminieren. Als Vorbeugemaßnahme empfiehlt sich eine Schutzimpfung, besonders vor Reisen in tropische Länder. Hier liegt das Hauptverbreitungsgebiet der Erreger. Die Übertragung erfolgt über den Austausch von Körperflüssigkeiten. Als Übertragungswege kommen neben Geschlechtsverkehr und Stiche von Parasiten auch die Weitergabe des Erregers von der Mutter zum Säugling in Frage. In Europa wird die Krankheit zum Beispiel durch unsaubere Injektionsnadeln in der Drogenszene verbreitet.
Neben dem auffälligstem Symptom der Krankheit, der typischen Gelbfärbung der Haut, klagen Patienten im allgemeinen über Gliederschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Davon ist allerdings nur ein Drittel der Infektionen betroffen und in den wenigsten Fällen ist der Krankheitsverlauf kritisch, kann den Patienten aber trotzdem schwer schädigen.
Die restlichen zwei Drittel laufen in der Regel ohne erkennbare Anzeichen ab. Sollte die Leberentzündung nach mehreren Monaten noch nicht abgeklungen sein, spricht der Mediziner von einer chronischen Erkrankung. Diese lassen sich nur schwer therapieren und ziehen meist schwere Folgeerkrankungen nach sich, die zum Tod führen können.