Der PKV-Antrag – Licht im Formulardschungel

Zwar lockt die private Krankenversicherung immer wieder mit besonderen Leistungen und hebt sich hierdurch von den gesetzlichen Versicherungsgesellschaften ab. Aber ganz ohne Bürokratie geht es auch bei den privaten Unternehmen nicht. Und die Verwirrung beginnt bereits beim Ausfüllen des Aufnahme-Antrags. Jedem, der sich mit dem Thema PKV etwas tiefgründiger beschäftigt, dürfte bekannt sein, dass vor dem Beitritt einige Formulare auszufüllen sind. Hierzu gehört auch die Gesundheitsabfrage. Mithilfe dieses Checks wollen die Versicherer den gesundheitlichen Zustand der Patienten überprüfen und ziehen die Daten zur Berechnung der Beiträge heran.

In ihrer neuen Ausgabe beschäftigt sich die Zeitschrift Finanztest mit diesem Thema und kommt zu dem Ergebnis, dass die einzelnen Anbieter einer privaten Krankenversicherung zwar über neue Antragsformulare verfügen, das Ausfüllen aber nicht unbedingt bequemer geworden ist. Lediglich ein einziger Antrag sticht aus der Masse geprüfter Exemplare hervor und hat sich die Note „Gut“ verdient. Bei allen anderen Prüflingen konnten leider nur die Noten „Befriedigend“ und „Ausreichend“ vergeben werden.

Dabei kann ein verwirrendes Antragsformular durchaus schwerwiegende Folgen für den Versicherten nach sich ziehen. Schließlich drohen bei unvollständigen Angaben Nachzahlungen, die Leistungsverweigerung oder sogar die Kündigung der Versicherung durch die private Gesellschaft. Speziell, wenn Fragen auftauchen, welche auf die medikamentösen Therapien der letzten Jahre abzielen, stehen sicher die meisten Antragsteller vor einem Problem. Wer erinnert sich schließlich noch an die Dosierung von Antibiotika bzw. den Namen des Präparates, wenn seit der letzten Anwendung mehr als 20 Monate vergangen sind. Im Interesse der Versicherten wären transparentere Antragsformulare wünschenswert und sicher auch durchaus sinnvoll.

Ähnliche Beiträge im Krankenversicherung Blog

Leave a Reply