Der Wechsel innerhalb der PKV

Wer meint, mit dem Wechsel aus der gesetzlichen Krankenkasse in die Privatvorsorge sind alle Probleme gelöst, irrt gewaltig. Gerade wer sich zu schnell für eine der vielen Tarife in der PKV entschieden hat, wird sehr schnell merken, dass es gar nicht so einfach ist, in einen anderen Tarif zu kommen. Möchte man sein Leistungspektrum erweitern, ist das in der Regel zwar mit einem gewissen Mehraufwand an Kosten verbunden. Die meisten Versicherer haben nichts dagegen. Im Gegenteil. Was aber, wenn das Unternehmen gewechselt werden soll. In diesem Fall sind einige Steine aus dem Weg zu räumen. Als erstes gilt der Grundsatz einer neuen Versicherung. Das heißt im Klartext, es ist eine Gesundheitsabfrage notwendig und die monatlichen Beiträge werden an das Alter angepasst. Die Zahlungen gehen steil nach oben. Was aber noch wesentlich ärgerlicher ist, die Altersrückstellungen gehen verloren. Und gerade das schmerzt wirklich im Geldbeutel. Die Rückstellungen werden von jedem Versicherer gebildet, um die Beiträge im Alter niedrig zu halten. In der neuen Kasse müssen diese wieder über Jahre neu angespart werden. Nur mit dem Unterschied, dass die Zeit bis zum Ruhestand wesentlich kürzer geworden ist.

Die Bundesregierung hat mit der Gesundheitsreform eine Regelung verabschiedet, die für alle Betroffene der berühmte Silberstreif am Horizont sein dürfte. Mit dem 01.01.2008 kann man bei einem Wechsel seines privaten Versicherers die eingezahlten Rückstellungen mitnehmen. Allerdings sollte vor der Unterschrift unter einen neuen Vertrag genau das für und wieder abgewogen werden. So mancher Wechsel entpuppt sich nach dem lesen des Kleingedruckten als faules Ei.

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