Die Patientenverfügung

Heute ein Post zu einem Thema, dass immer aktuell ist.

Von Zeit zu Zeit liest man immer wieder von einem dieser Fälle in der Tagespresse. Bewusstlose Patienten werden gegen den Willen der Angehörigen künstlich am Leben gehalten. Es sei dahin gestellt, ob sich die Ärzte an ihren hippokratischen Eid gebunden fühlen, oder einfach nur Herr über Leben und Tod spielen wollen. Wer für diesen Fall Vorsorge treffen möchte, kann mit einer Patientenverfügung festlegen, in welchem Umfang lebensverlängernde Maßnahmen angewendet werden dürfen. Liegt vor der Formulierung bereits eine schwere Krankheit vor, ist es empfehlenswert, zusätzlich zu den gewünschten medizinischen Maßnahmen eigene Wertvorstellungen, religiöse Anschauungen und die persönliche Sicht auf das Lebensende mit einzubringen. Diese helfen den behandelten Ärzten bei ihren Entscheidungen über Leben und Tod. Wurde die Patientenverfügung bereits vor einigen Jahren verfasst, sollte man sich in regelmäßigen Abständen erneut mit ihr befassen. Veränderungen der persönlichen Verhältnisse bringen es meist mit sich, dass sich Ansichten und die Lebenseinstellung verändern.

Dem sollte auch die Verfügung Rechnung tragen. Um sicher zu gehen, dass die eigenen Wünsche und Vorstellungen auch verstanden und richtig umgesetzt werden, sollte bei der Formulierung Wert auf Eindeutigkeit gelegt werden. Es bringt wenig, sich auf der einen Seite ein langes und erfülltes Leben zu wünschen und einen Absatz weiter die Anwendung lebenserhaltender Maßnahmen ablehnen.
Wer über sein Schicksal nicht im Voraus entscheiden möchte, aber trotzdem für den Fall der Fälle Vorsorge treffen will, kann eine Patientenvertretung ausstellen. Man ernennt eine Person seines Vertrauens, die im schweren Krankheitsfall entscheidungsberechtigt ist. In Frage kommen neben Angehörigen und dem Lebenspartner zum Beispiel der Hausarzt.
Ohne Frage, die Entscheidung über das eigene Ableben sollte man nicht nur Kliniken und Ärzten überlassen. Heute kann ein Körper über Monate, manchmal Jahre am Leben gehalten werden. Aber ob so etwas sinnvoll erscheint, muss jeder für sich allein klären.

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