Droht das Ende der PKV?
Vielen Mitgliedern der privaten Krankenversicherung dürften in den letzten Tagen einige kalte Schauer über den Rücken gelaufen sein. Denn was in den Nachrichten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt hat, lässt für die Zukunft der PKV eine düstere Stimmung erahnen. Wie aus einem Arbeitspapier des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft ersichtlich wurde, plädieren anscheinend einige der großen Versicherungsgesellschaften für eine Abschaffung der privaten Krankenversicherung nach dem klassischen Modell. Stattdessen soll einem Zwei-Schichten-Modell der Vorzug gegeben werden. Die Grundlage bildet hierbei eine Grundversicherung, die einen Mindestschutz im Krankheitsfall bietet und für alle Versicherten einen verbindlichen Charakter hat.
Ergänzend zu dieser Grundsicherung kann die Gesundheitsvorsorge mit einigen Zusatzversicherungen weiter ausgebaut werden und so einen wesentlich höheren Standard erreichen. Was bei einigen der Versicherer auf Zustimmung gestoßen ist, ruft aber auch massive Kritik und Ablehnung aus den eigenen Reihen hervor, denn gerade die kleineren Unternehmen sehen den Wettbewerb in Gefahr. Sollten die Pläne weiter ausgebaut werden, können die Ideen des Arbeitspapiers durchaus auch dazu führen, dass die einheitliche Front der Privatversicherer immer weiter zu bröckeln beginnt und das Lager gespalten wird. Daneben sorgt der Vorstoß aus der privaten Krankenversicherung aber auch in der Politik für Ärger, denn nicht alle Politiker sind von diesem Vorschlag begeistert.
Was die SPD-Fraktion zum Jubeln bringt, hat bei der Union eine ganz andere Wirkung entfaltet. Hier sieht so mancher Politiker die Gefahren einer solchen Kehrtwende und stellt sich gegen einen so radikalen Umbau der PKV. Aber trotz aller Kritik sollte man bei dieser Diskussion nicht vergessen, dass die private Krankenversicherung auch in Zukunft auf so manche Krise zusteuern wird und sich überlegen muss, wohin der Kurs am Ende führt. So gesehen ist der Vorstoß nur ein Finger, der in die Wunde gelegt wird.
Gründe für Beitragserhöhung PKV 2010 sind vielfältig!
Die Beiträge für die private Krankenversicherung werden ab dem Jahr wieder empfindlich erhöht.
Natürlich freut dies die Versicherten nur wenig, und viele werden sich auch die Frage stellen, worin der Grund für eine solch deutliche Beitragsanpassung liegen möge. Doch diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn es handelt sich nicht nur um einen einzigen Grund, der dazu führt, dass die Krankenversicherungen dazu gezwungen werden, die Beiträge zu erhöhen. Viele Ursachen spielen eine Rolle, vor allem die steigenden Kosten für die Versicherungsleistungen.
Ein wesentlicher Grund für die Beitragsanpassung, die mit dem Jahr 2010 erfolgen wird, sind die immer wieder steigenden Kosten für die Leistungen, die die Versicherten in Anspruch nehmen und die die Versicherungen folglich zu zahlen haben. Quelle:
http://www.famdirekt.com/news/Gruende-fuer-Beitragserhoehung.html