Durchfall durch Antibiotika
Durch die Einnahme von Antibiotika können heute viele der Krankheiten, die einen sonst viel schwereren und weitaus komplizierten Verlauf nehmen würden, sehr viel schnell und wirksam therapiert werden. Gerade Erkrankungen, die durch Bakterien und andere Mikroorganismen verursacht werden, zählen zu den bevorzugten Einsatzgebieten von Antibiotika. Allerdings ist deren Einnahme nicht unproblematisch und mit Risiken verbunden. Gerade der Magen – Darmtrakt ist davon betroffen. Es kann zum Beispiel dazu kommen, dass einige Tage nach dem Beginn der Therapie der Körper mit Durchfall auf die Therapie reagiert. In schweren Fällen drohen sogar Darmentzündungen.
Die Ursache ist die antibakterielle Wirkung der Medikamente. Die Antibiotika können leider nicht zwischen gut und böse unterscheiden. Egal, ob die Krankheitserreger oder Bakterien der Darmflora, es wird alles bekämpft. Das dies nicht ohne Folgen für unseren Körper bleibt, liegt auf der Hand. Die Mikroorganismen im Darm sind wesentlicher Bestandteil des Stoffwechsels und tragen aktiv dazu bei, die in Nahrungsmitteln enthaltenen Stoffe zu isolieren, aufzuspalten und zu resorbieren. Gerade Zucker und Kohlehydrate gehören dazu. Kommt es nun vor, dass die Darmflora aus dem Gleichgewicht gebracht wurde, verbleiben diese Stoffe ungenutzt im Darm. Im Körper selbst entsteht ein stoffliches Ungleichgewicht. Wasser aus Körperzellen wird in den Darm befördert um wieder ein Gleichgewicht herzustellen.
Anschließend wird das Wasser zusammen mit Kot ausgeschieden. In manchen Fällen nutzen Bakterien die Situation zu ihren Gunsten aus und vermehren sich nach dem Absetzen der Antibiotika. Als Folge drohen Darmentzündungen oder andere Störungen des Magen – Darm Traktes. Aus diesem Grund sollten bei der Einnahme einige Regeln beachtet werden. Die vom Arzt festgesetzte Therapie nicht einfach selbständig beenden, auch wenn die Beschwerden nachlassen. Sollten Treten doch Nebenwirkungen auf, sollte man seinen Hausarzt aufsuchen.