Gesundheitsfonds immer weiter unter Druck

Waren die Themen zur Krankenversicherung immer schon unter den einzelnen Parteien eine heikle Angelegenheit, so hat sich die Situation in den letzten Monaten noch weiter verschärft. Ein besonders heißes Eisen in diesem Zusammenhang betrifft dabei besonders die nächste Stufe der Gesundheitsreform, speziell den sogenannten Gesundheitsfonds. Zwar hält die Bundeskanzlerin immer noch an dem geplanten Termin der Einführung fest und stellt sich somit hinter die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Allerdings sind nicht mehr alle Politiker derselben Meinung. Die Kritik, welche am Anfang immer nur von Experten und Ärzten geäußert zur Sprache kam, wird jetzt auch aus den Reihen der Politik immer lauter.

Inzwischen gehen die Bemühungen von einigen Abgeordneten sogar soweit, dass die Reform entscheidend verzögert wird. Kern des Vorstoßes von einigen Abgeordneten ist vorerst eine virtuelle Einführung der Gesundheitsreform, durch die sich einige der Nachteile erst testen lassen, bevor sie sich im Alltag auswirken. Einer der Gründe, warum der Gesundheitsfonds auch aus der Politik immer weiter unter Druck gerät ist, betrifft die Frage der Finanzierung, denn selbst einigen Beamten scheint langsam zu dämmern, was ab dem 01. Januar wirklich auf die Versicherten zukommt. Der Gesundheitsfonds wird teurer und komplizierter als gedacht. Daneben kommen einige Experten zu einem vernichtenden Urteil, was einzelne Regelungen betrifft.

Diese sind in der Praxis nicht zu gebrauchen und werden in der Zukunft für einige Schwierigkeiten sorgen. Dabei bleibt aber ein Teil der Kritik auch an der Gesundheitsministerin hängen, der so manche Trickserei unterstellt wird. Ob dies am Ende aber auf lange Sicht zu einer Änderung der Pläne sorgen wird, bleibt abzuwarten.

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