Krank durch einen Krankenhausaufenthalt

Nach neuen Studien erkranken in deutschen Kliniken zwischen 500.000 und einer Million Menschen während eines Krankenhausaufenthaltes. Gerade die Infektion mit mulitresisten Keimen ist besonderes gefährlich. Die Bakterien und Viren entwickeln durch den ständigen Kontakt mit Antibiotika und Pharmaerzeugnissen Immunität gegen die angewandten Wirkstoffe. Zur Verbreitung trägt mangelnde Hygiene und Desinfektion seitens der Ärzte und Mitarbeiter bei. Allerdings dürfte das durch hohe Hygienestandards in Deutschland eher die Ausnahme sein. Da sich die Größe der Krankheitserreger im Mikrobereich bewegt, werden diese verschleppt, egal wie gründlich und oft sich das Personal der Krankenhäuser wäscht.

Der Bericht zum Krankheitsrisiko geht davon aus, dass allein auf den Intensivstationen das Risiko einer Infektion bei circa 15 Prozent liegt. Gerade das Immunsystem von Patienten, die als Folge von Unfällen oder Operationen mit schweren Verletzungen zu kämpfen haben, können den mutierten Superbakterien in der Regel nichts entgegensetzen. An diesem Punkt ist die Medizin gefordert. Um das Entstehen neuer Erreger, gegen die Ärzten bis heute noch keine funktionierende Waffe zur Verfügung steht, zu verhindern, raten viele Experten zum vorsichtigen Einsatz von Antibiotika.

In den letzten Jahren wurden seitens der Haus– und Klinikärzte die universell bei Infektionen einsetzbaren Medikamente gern und häufig verschrieben. Dabei ist es wesentlich besser, bei bestimmten Erkrankungen eher auf die Immunabwehr des Patienten zu setzen und Antibiotika als letztes Bollwerk einzusetzen. Die Quittung für den ausufernden Einsatz bekommen wir heute nach und nach ausgezahlt. Sollte sich eines Tages ein neues Superbakterium den Weg bahnen, steht uns kein wirksames Mittel zur Verfügung.

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