Krankenversichert auch im Ausland
Der Flieger ist gebucht, die Koffer gepackt. Spätestens jetzt macht sich allgemeine Urlaubsstimmung breit. Die Hektik der letzten Arbeitswochen fällt langsam von einem ab, für alle Fälle wandert die Reiseapotheke mit ins Gepäck. Nun kann nichts mehr schief gehen. Wirklich nicht? Über den Reisvorbereitungen wird häufig vergessen, für Krankheitsfälle vor zusorgen, denen nicht mit einfachen Hausmitteln bei zukommen ist.
Wer die Gesundheitsvorsorge in der Urlaubszeit vernachlässigt, muss damit rechnen, dass sich die Ferienzeit als Verlustgeschäft entpuppt. Neben den Kosten für ambulante und stationäre Behandlung müssen der Rücktransport nach Deutschland und alle Medikamente aus eigener Tasche bezahlt werden. Aus dem Grund empfiehlt es sich, neben der Krankenversicherung eine zusätzliche Auslandsversicherung ab zuschließen.
Es bestehen wesentliche Unterschiede zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und den privaten Versicherungsunternehmen. Die GKV ersetzt nur Leistungen, die in Ländern in Anspruch genommen werden, mit denen in Sozialhilfe – Abkommen besteht. Wer in anderen Staaten das medizinische Hilfe benötigt, bleibt in der Regel auf seinen Kosten sitzen.
Die Versicherten der PKV sind in der Regel im gesamten europäischen Ausland und den Anrainerstaaten des Mittelmeeres im vollem Umfang versichert. Die Kassen kommen für alle in Anspruch genommen Leistungen auf und zahlen im Allgemeinen auch das Krankentagegeld. Unterschiede zwischen den einzelnen Tarifen bestehen in der abgedeckten Urlaubsdauer. Wer hingegen ständig im Ausland aufhält, verliert seine Versicherung. Begründet wird dies seitens der Versicherer durch die Verlegung des Wohnsitzes. Wer vorhat, sein berufliches Glück im Ausland zu suchen, sollte sich also vorher genau darüber informieren, was das bedeutet. Sonst droht im Ernstfall ein böses Erwachen.