PKV und GKV als Partner

„Was sich neckt, das liebt sich“ – dieser kleine Vers, den sicher jeder noch aus der Zeit seiner Jugend kennt, trifft mitunter auch in anderen Bereichen zu. So zum Beispiel bei der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Betrachtet man das Verhältnis zwischen beiden Versicherungsformen, gewinnt man schnell den Eindruck, dass sich die Unternehmen beider Branchen nur selten über den Weg trauen und eher als Konkurrenten betrachten. Allerdings geht es anscheinend auch anders, wie die Zusammenarbeit der Debeka mit der GmünderErsatzKasse beweist. Die GEK zählt zu den großen Vertretern der GKV, während die Debeka seit Langem ihre Position unter den Spitzenplätzen der privaten Krankenversicherung behauptet.

Der von den beiden Vorstandsvorsitzenden unterzeichnete Kooperationsvertrag befasst sich mit der gemeinsamen Zusammenarbeit im Bereich der Zusatzversicherungen, mit welchen die Versicherten den Schutz der eigenen Gesundheit über die Vollversicherung hinaus verbessern können. Einer der wesentlichen Kernpunkte des Vertrages betrifft spezielle Angebote der Debeka in diesem Bereich für alle Mitglieder der GEK, die so von den Leistungen der PKV auch als Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung profitieren können. Inzwischen soll nach offiziellen Angaben bereits jedes 5. deutsche Mitglied der GKV über eine der vielen Zusatzversicherungen verfügen. In diesem Marktbereich nimmt besonders die Beratung von Neu- und Bestandskunden einen großen Stellenwert ein, um die Angebote individuell und optimal zuschneiden zu können.

Die Kooperation zwischen den beiden Partnern könnte deshalb so schnell Früchte tragen, weil die GEK keine eigenen Tarife im Bereich der Zusatzversicherung anbietet und deshalb der ideale Partner für ein Unternehmen wie die Debeka ist. Die Zusammenarbeit zeigt zudem, dass zwischen der PKV und GKV eine Partnerschaft möglich sein kann, und ist Symbol gegen die Einführung einer Bürgerversicherung.

Ähnliche Beiträge im Krankenversicherung Blog

Leave a Reply