Quasselstrippe Frau
Wer kennt es nicht, dass Klischee von der ununterbrochen redenden Frau. Egal ob beim Essen, im Beruf oder im Kino. Immer und überall gibt es etwas zu erzählen. Das solch ein Verhalten nicht gerade auf viel Gegenliebe stößt, liegt auf der Hand. Ob dieses Vorurteil aber auch wirklich stimmt, war Gegenstand einer Studie in den USA. Anhand einer Versuchsgruppe, bestehend aus amerikanischen Studenten, sollte die Lust am Reden untersucht werden. Und die Ergebnisse bestätigen eines. Nämlich das Klischees nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen müssen.
Die Untersuchung wurde an der Universität Texas durchgeführt. Rund 400 männliche und weibliche Studenten wurden über mehrere Jahre mittels eines Voice-Recorders überwacht. Die Auswertung ergab, dass jeder der Probanden etwa 16.000 Wörter am Tag von sich gab. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern war dabei unerheblich. Männer sind nur um wenige hundert Worte weniger gesprächig als Frauen. Damit dürfte das alte Vorurteil, dass Frauen doppelt soviel reden, endlich ein Märchen der Vergangenheit sein. Da solche Klischees aber die Angewohnheit haben, sehr hartnäckig zu sein, werden wir sicher noch lange damit leben müssen.