Tabakkonsum fordert zunehmend mehr Opfer
Der blaue Dunst – trotz Rauchverbot an öffentlichen Plätzen und in Kneipen, ist der Tabakkonsum in Deutschland für viele immer noch ein Reizthema. Gerade die Lobbyisten beider Fraktionen, der Raucher und Nichtraucher, bekämpfen sich immer wieder mit den Ergebnissen neuer Studien. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes dürften diesbezüglich nur noch weiteres Öl ins Feuer gießen, denn sie belegen, dass im Jahr 2006 die Zahl der Krebsopfer, die auf den Konsum von Tabak zurückgeführt werden können, auf insgesamt mehr als 42.000 angestiegen ist. Damit verzeichnet das Bundesamt ein Steigen der Todeszahlen seit dem Jahrtausendwechsel um 4,5%.
Das eigentlich Verwunderliche an diesen Zahlen ist der Umstand, dass im gleichen Zeitraum der Genuss von Zigaretten im bundesdeutschen Durchschnitt stetig abgesunken ist. Immer weniger Bundesbürger greifen also zum Glimmstängel. Allerdings dürfte diese Entwicklung erst in den nächsten Jahrzehnten ihre Wirkung zeigen, denn die negativen Auswirkungen des Rauchens treten meist erst nach einigen Jahren bei den Betroffenen auf. Personen, die heute an Krebs erkranken, haben in der Regel bereits in den 1980ern oder 1990ern angefangen zu rauchen. Aus diesem Grund dürfte auch in nächster Zeit mit einem weiteren Anstieg der Fälle gerechnet werden. Allerdings gibt es auch Erfreuliches zu berichten, denn neben dem Tabakkonsum ist auch die Quote der jugendlichen Raucher leicht zurückgegangen.