Ursachen für die neuen Beiträge in der PKV
Beim Öffnen der Post dürften in den nächsten Tagen viele Mitglieder der privaten Krankenversicherung unangenehm überrascht sein. Wie bereits seitens der Versicherungsunternehmen angekündigt, können die Beiträge empfindlich steigen. Die Ursachen für die Beitragserhöhung liegen neben den gern strapazierten Argumenten, wie Kostensteigerungen im medizinischen Bereich, für die nächste Anhebung in anderen Bereichen. Das Thema der Beitragserhöhungen findet sich im Moment in verschiedenen Medien wieder.
Eine wesentliche Rolle nimmt das Gleichbehandlungsgesetz ein. Von Frauen dürfen nicht mehr, aufgrund des Schwangerschaftsrisikos, höhere Beitragszahlungen gefordert werden. Gerade jüngere Versicherte sind hier von höheren Beiträgen betroffen, da ältere Mitglieder der PKV vom Ausgleich ausgeschlossen werden. Die Wahrscheinlichkeit, im höheren Alter noch Kinder zu zeugen, ist auf die Masse der Versicherten gesehen, eher gering. Daneben wirkt sich der Tarif ebenfalls auf die Erhöhungen aus. Besonders stark sind Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst betroffen, da in diesen Berufen außergewöhnlich viele Frauen beschäftigt sind. Entsprechend sinken die Beitragszahlungen für Frauen. Das AGG macht aber nur drei Prozent der Mehrbelastung aus.
Peter Schramm, als Vertreter der PKV, spricht von Preissteigerungen von bis zu 20%. Er hat bereits einen Schuldigen gefunden. Die Gesundheitsreform sorgt dafür, dass die Versicherungen mit einer Mehrbelastung konfrontiert werden. Letzten Endes landen diese Kosten bei den Verbrauchern. Gerade Leistungen, wie der modifizierte Standardtarif und ab 2009 der Basistarif sorgen für neuen Schwung in der Preisspirale. Da die neuen Tarife nicht kostendeckend arbeiten, müssen die Unternehmen diese großzügig subventionieren. Und es ist in den nächsten Jahren keine Veränderung in Sicht.