Weniger Rückkehrer als gedacht

Laut neuer Zahlen der privaten Krankenversicherungswirtschaft liegt die Zahl der Rückkehrer in ihre alte Krankenversicherung weit unter den geschätzten Zahlen. Bis September seien nur 2.400 ehemalige Versicherte wieder aufgenommen wurden. Damit wurden die Erwartungen seitens der Bundesregierung und Versicherungsunternehmen nicht erfüllt. Das Gesundheitsministerium ging für Deutschland von einer Zahl um 300.000 Personen aus, die keiner Krankenkasse zugehörig sind. Vertreter der PKV gehen inzwischen davon aus, dass die Zahlen zu hoch angesetzt wurden.

Die gesetzlichen Versicherungen haben einen Zustrom von mehr als 50.000 neuen „alten“ Mitgliedern verzeichnet. Aufgrund der Entwicklung spricht das Gesundheitsministerium offiziell von einem Erfolg der Reform. Seit 01. April gilt für alle ehemaligen Mitglieder der GKV die Versicherungspflicht. Sie müssen bei ihrer früheren Krankenversicherung einen Antrag auf Wiederaufnahme stellen. Der Sprecher des GM sprach aber gleichzeitig davon, dass noch weite Teile der Bevölkerung unzureichend informiert sind. Es wird seitens der offiziellen Stellen gemutmaßt, dass viele Nichtversicherte sich der Tragweite nicht bewusst sind und die Risiken eines Lebens ohne Krankenversicherung nicht wirklich einschätzen können.

Die Versicherungspflicht für Patienten der privaten Krankenversicherung tritt erst mit dem Jahr 2009 in Kraft. Bis dahin können deren ehemaligen Mitglieder seit Juli 2007 in den Standardtarif der PKV zurückkehren. Inwiefern die Versicherungspflicht die Masse derer, die keine Versicherung besitzen tatsächlich schrumpfen lässt, bleibt abzuwarten. Je später jeder einzelne aber reagiert, umso höher werden die Kosten. Mit der Einführung seit 01. April sind die Beiträge bis zu diesem Zeitpunkt nach zuzahlen.

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